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Aktuelles

Fördersatz für die Aktionen 9.1 und 9.3 auf 70% erhöht

Attraktivere Förderbedingungen gelten ab dem 01. Oktober 2019 für die Aktionen 9.1: Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose und 9.3: Integration für ALG-II beziehende Arbeitslose mit Fluchthintergrund. Die Mindestteilnehmendenzahl wird auf 10 Personen je geplantes Projekt reduziert. Um die fehlende Kofinanzierung abzufangen, wird der Fördersatz auf 70% (ESF und ergänzend aus Landesmitteln) erhöht. Die Änderungen sind erforderlich aufgrund der guten Arbeitsmarktsituation und der bestehenden Schwierigkeit, ausreichend geeignete Teilnehmende für die Qualifizierungsmaßnahmen zu finden. Mehr Informationen über die neuen Bedingungen finden Sie in den Förderhinweisen:

Förderhinweise für die Aktion 9.1: Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose
Förderhinweise für die Aktion 9.3: Integration für ALG-II beziehende Arbeitslose mit Fluchthintergrund

7 Millionen für innovative Projekte

Bewerbungsfrist 30. September 2019

Die Verbesserung der Berufsausbildungsvoraussetzungen benachteiligter junger Menschen und der digitalen Transformation der Sozialwirtschaft stehen im Mittelpunkt der aktuellen ESF-Aufrufe:

„Unternehmen: Junge Menschen aktiv fördern“

Das Ziel des Aufrufs ist es, die Ausbildungsvoraussetzungen benachteiligter junger Menschen in öffentlich und privater Partnerschaft, insbesondere in Verantwortung von Wirtschaftsunternehmen zu verbessern.

„Sozialwirtschaft 4.0 – Digitale Transformation“

Der digitale Wandel macht sich in immer mehr Branchen bemerkbar und hat auch Auswirkungen auf Unternehmen der Sozialwirtschaft und deren Beschäftigte. Die Thematik gehen wir durch Aufbau der erforderlichen Kompetenzen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an und wollen die Entwicklung neuer beruflicher Fähigkeiten und Methoden der zukünftigen Arbeit 4.0 unterstützen.

Projektkonzepte können bis 30. September 2019 eingereicht werden.

Mehr Informationen über die attraktiven Bedingungen auf
https://www.esf.bayern.de/esf/ziele/index.php und unter Förderaktion A 4.2.

Fragen und Antworten zum ESF-Aufruf „Unternehmen: Junge Menschen aktiv fördern“ (aktualisiert, Stand: 19.09.2019)

Fragen und Antworten zum ESF-Aufruf „Sozialwirtschaft 4.0 – Digitale Transformation“ (aktualisiert, Stand: 19.09.2019)

Online-Konsultation zum Europäischen Sozialfonds + in Bayern

Vom 8. Juli bis zum 4. August wird eine Online-Konsultation zum Europäischen Sozialfonds + in Bayern für die zukünftige Förderperiode 2021-2027 durchgeführt. Wir freuen uns sehr darüber, auch Ihre Einschätzungen und Empfehlungen zur Gestaltung der zukünftigen ESF+-Förderstrategie zu erhalten! Wichtig ist in diesem Kontext vor allem die Benennung grundlegender Förderaspekte oder Themen. Details zur konkreten Umsetzung werden nicht erwartet.

Die Online-Konsultation richtet sich nach dem Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission für einen neuen Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).

Das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG) führt die Onlinekonsultation im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales durch.

Online-Konsultation

Neue Variante für Projekte mit kleineren Gruppen und Intensivbetreuung


Aktion 9.1: Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose

Die ESF-Förderung für Arbeitslose wird um eine neue Variante Intensivbetreuung für „kleine Gruppen“ der Aktion 9.1 mit einem Fördersatz von bis zu 70 % ergänzt. Wegen der guten Arbeitsmarktsituation und der Schwierigkeit ausreichend geeignete Teilnehmende zu finden, werden geringere Anforderungen an die neuen Vorhaben gestellt:

  • Teilnehmendenzahl von 8 bis 10 Personen
  • Dauer der Maßnahme von 4 bis 6 Monate
  • sozialpädagogische Betreuung bis 20 Stunden wöchentlich
  • mindestens ein Modul aus einem anerkannten Berufsbild
  • grundsätzlich keine betriebliche Arbeitserfahrung notwendig.

Die Schwerpunkte der geförderten Maßnahmen liegen in der Kombination von beruflicher Qualifizierung und sozialpädagogischen Betreuungsmaßnahmen. Hinzu kommen individuelle Aktivierungsmaßnahmen. Projekte nach diesen Bedingungen können ab dem 1. Juli 2019 beantragt werden.

Förderhinweise Aktion 9.1 Variante: Intensivbetreuung für „kleine Gruppen“

Arbeitsmarktliche Stellungnahme für Aktion 9.1 Variante: Intensivbetreuung für „kleine Gruppen“


9. Mai 2019 | München | Marienplatz | 14:00 -18:30 Uhr

Der ESF in Bayern stellt sich auf dem Europatag vor

ESF-Stand am Europatag 2019 in München auf dem Marienplatz
Quelle: Bayerische Staatskanzlei 2019, Foto: Felbert/Reiter

Wie die Menschen in Bayern konkret von europäischen Fördermitteln profitieren? Antworten auf diese Frage lieferte der Aktionsstand des Europäischen Sozialfonds (ESF) am Europatag am 9. Mai 2019 auf dem Marienplatz in München. Alleine im Förderzeitraum 2014 bis 2020 werden im Freistaat Bayern insgesamt bis zu 596 Millionen Euro Gesamtkosten in Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsprojekte investiert. Bis Ende April 2019 wurden in Bayern im Rahmen des ESF bereits 1.580 Projekte und 1.600 Ausbildungsstellen mit Gesamtkosten in Höhe von rund 365 Millionen Euro gefördert. Dabei wurden knapp 140.000 Personen unterstützt.

Unter dem Motto „Europa in meiner Region“ präsentierte der Europäische Sozialfonds in Bayern zahlreiche ESF-Projekte auf dem ESF-Stand. Zusätzlich profitierten die Besucher von spannenden Mitmachaktionen wie Glücksrad mit attraktiven Preisen.

ESF-Stand am Europatag 2019 auf dem Marienplatz
Stand der ESF-Verwaltungsbehörde des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales auf dem Europatag in München am 9. Mai 2019 | Quelle: Bayerische Staatskanzlei 2019, Foto: Felbert/Reiter

Erhöhung der Kofinanzierungs-Pauschalen in den Aktionen 9.1 und 9.3

Mit der Erhöhung der Regelsätze im SGB II zum 01.01.2019 und der Erhebung des durchschnittlichen Arbeitslosengeldes I in Bayern 2018 (Ende März 2019) wurden auch die Kofinanzierungs-Pauschalen für die Aktionen 9.1 (Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit) und 9.3 (Integration von Arbeitslosen mit Fluchthintergrund ) angepasst.

Die monatliche Pauschale für das Arbeitslosengeld II (ALG II), inklusive der Leistungen für Sozialversicherung beträgt nun 483,33 €. Die monatliche Pauschale für das Arbeitslosengeld I (ALG I) beträgt nun 1.017,86 €.

Beide Pauschalen gelten für alle laufenden Vorhaben ab dem 01.04.2019. Details zur Herleitung und Zusammensetzung der Pauschalen finden Sie hier.

Vereinfachte Anwendung der „Pauschale 1.720“

Die „Pauschale 1.720“ für die Personalkosten wird einfacher in der Anwendung. Die Pauschale kann auch aus den verfügbaren Bruttopersonalkosten oder vom Beschäftigungsvertrag, z.B. bei einer Neueinstellung, abgeleitet werden. Diese neue Regelung wird angewendet, wenn  keine Jahresdaten vorliegen und wenn keine Vergleichsgruppe von vier Beschäftigten gebildet werden kann. Die Neuerung gilt für Beschäftigte, die ab 03.08.2018 in Projekten neu beschäftigt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Dokument „Herleitung der Pauschale 1.720

Neuer ESF-Aufruf für innovative Projekte „Zukunftsfragen“

Bewerbungsfrist 1. Februar 2019

Arbeitsmarkt 4.0 und Integrationsfähigkeit des Arbeitsmarktes stehen im Mittelpunkt des aktuellen Aufrufs für Einreichung von Projekten „Zukunftsfragen“. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung werden neue berufliche Fähigkeiten und Methoden im Rahmen von innovativen Projekten unterstützt. Außerdem wird die Integrationsfähigkeit des Arbeitsmarkts durch neue Methoden zur effektiven Integration von langzeitarbeitslosen Erziehenden und anerkannten Flüchtlingen im SGB-II-Bezug gefördert.

Der Aufruf der bayerischen ESF-Förderung betrifft folgende Themenbereiche:

  • „Arbeit 4.0“
    1a) Berufliche Fähigkeiten für die Arbeitswelt von morgen für Schüler und Schülerinnen sowie Auszubildende
    1b) Digitalisierung: Berufliche Fähigkeiten für Erwerbstätige in kleinen und mittleren Unternehmen
  • „Chancen für alle – Beteiligung am Arbeitsmarkt“
    Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit durch
    2.a) Integration von langzeitarbeitslosen Alleinerziehenden oder Eltern
    2.b) Integration von Menschen mit Fluchthintergrund in den Arbeitsmarkt

Neue Ansätze, Methoden, Partnerschaften oder Kombinationen dieser Elemente werden in diesen Themenbereichen erprobt. Die innovativen Vorhaben sollen dazu dienen, die Standardförderung von heute zu bereichern und die Methoden der zukünftigen ESF-Periode ab 2021 vorzubereiten.

Projektkonzepte im Rahmen des Interessensbekundungsverfahrens sind bis 01. Februar 2019 einzureichen.

Mehr Informationen finden Sie in dem Aufruf „Zukunftsfragen“

Arbeitsmarktliche Stellungnahme für das Thema 2.a) Arbeitsmarktintegration langzeit-arbeitsloser Alleinerziehender oder Eltern

Arbeitsmarktliche Stellungnahme für das Thema 2.b) Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchthintergrund

Evaluationszwischenbericht 2017

Die ESF-Fördermaßnahmen in Bayern werden regelmäßig evaluiert. Der vorliegende Evaluationszwischenbericht fasst die bisherigen Ergebnisse zusammen. Bis Ende Oktober 2017 wurden insgesamt 82.739 Personen durch den ESF in Bayern gefördert. Die bisherigen Ergebnisse der Evaluierung fallen insgesamt betrachtet positiv aus. In den meisten Förderaktionen können die gesetzten Ziele erreicht und teilweise auch übertroffen werden. Allerdings zeigen sich insbesondere im Hinblick auf die Erreichung bestimmter Zielgruppen Umsetzungsschwierigkeiten. Die Ursachen unterscheiden sich in Abhängigkeit der Förderung, wichtige Faktoren sind u. a. eine teilweise veränderte Zielgruppenauswahl oder sich wandelnde Förderbedarfe vor dem Hintergrund makroökonomischer Entwicklungen und einer verstärkten Zuwanderung in den vergangenen Jahren. Das bayerische Operationelle ESF-Programm wurde an diese Veränderungen angepasst.

Aktionstag „Europa in meiner Region“ in Würzburg
Qualifizieren für die ZukunftEuropa Region

Wie profitieren die Menschen konkret von europäischen Fördermitteln? Wie sieht eine Erfolgsgeschichte aus? Antworten auf diese Fragen lieferte der Aktionstag „Europa in meiner Region“ am 28. September 2018 in Würzburg mit 350 Besuchern. Die Initiative „Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF)“ zeigte vor Ort, wie mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) das Interesse von Schülerinnen und Schülern an Naturwissenschaft und Technik gestärkt wird. 230 Schülerinnen und Schüler experimentierten in drei Workshops und setzten sich mit den Zukunftsthemen Bionik, Energie und Leichtbau auseinander.

Ijf-eu-tag

Mit Zahnstocher und Kichererbsen: leichte, aber stabile Brücken bauen, war die Herausforderung im Workshop Leichtbau / Schüler/innen beim Experimentieren mit dem Moderator Willi Weitzel (Bildnachweis: Andreas Grasser)

Bei dem Aktionstag begleitete zusätzlich die Show der „Physikanten & Co.“ mit spektakulären Experimenten das Programm, das unterhaltsam durch Welterforscher Willi Weitzel moderiert wurde.

Ijf-eu-tag

Die „Physikanten & Co.“ zeigen beeindruckende Wissenschaftsexperimente auf der Bühne (Bildnachweis: Andreas Grasser)

Auf dem Stand des bayerischen Arbeitsministeriums konnten die Besucher ihr Wissen rund um die EU testen, spannende Preise gewinnen und sich über die Förderung des ESF informieren. Außerdem präsentierte die Universität Würzburg weitere ESF-geförderte Projekte und lud zum Ausprobieren des Rollstuhlparcours ein.

Ijf-eu-tag

Christoph Petschenka, Geschäftsführer von IJF, stellt die Projektziele vom ESF-geförderten Projekt „Nachwuchsförderung 4.0 – Qualifizieren für die Zukunft“ vor Bildnachweis: Andreas Grasser

Die Schüler/innen konnten beim Aktionstag live erleben, wie das ESF-Projekt „Nachwuchsförderung 4.0 – Qualifizieren für die Zukunft“ in der Praxis verläuft. 10.000 Jungen und Mädchen ab 14 Jahren in Bayern werden durch das Projekt Zukunftsperspektiven in den MINT-Fächern aufgezeigt. Dafür werden 1,9 Mio. Euro aus dem ESF eingesetzt.

Publikum

350 Personen besuchten den Aktionstag „Europa in meiner Region“ in Würzburg (Bildnachweis: Andreas Grasser)

EU-Tag an der Universität Bayreuth

27. September 2018

Am 27. September stellten ESF-geförderte Projekte der Universität Bayreuth ihre Arbeit und ihre Erfolge der Öffentlichkeit vor. Die Universität Bayreuth zeigte durch Ausstellungen und Führungen, was mit europäischen Mitteln in Bayern gefördert wird. Auf dem Stand des bayerischen Arbeitsministeriums konnten sich die Besucher über die Förderung des ESF informieren und spannende Preise gewinnen.
Zwei der vorgestellten ESF-Projekte an der Universität Bayreuth finden Sie unter Erfolgsgeschichten.
EU-Tag an der Universität Bayreuth

Vereinfachungen bei Aktion 9.1:
„Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose“

Die Förderung der Aktion 9.1: „Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose“ wurde deutlich vereinfacht. Die Anpassungen tragen dazu bei, die Umsetzung des Programms zu beschleunigen und die Partnerschaft mit den Zuwendungsempfängern zu verbessern. Folgende Neuerungen gelten ab 15.09.2018:

  • Folgende Pauschalen kommen in Zukunft bei der Förderaktion 9.1 zur Anwendung:
    • Eigenpersonal wird über die Pauschale 1.720 bei der Kostenposition 1.1 angesetzt,
    • Honorarkosten werden weiterhin als Vertragsleistung bei Kostenposition 1.2 angesetzt,
    • sämtliche Restkosten werden durch eine Pauschale von 35% der direkten Personalkosten (Eigenpersonal und Fremdpersonal) abgerechnet.
  • Für die Restkosten ist keine Beweis- und Belegführung erforderlich.
  • Durch die Pauschalierung wird die Bewilligungs- und Abrechnungsbearbeitung deutlich verkürzt.

Die neuen Förderhinweise der Aktion 9.1 gelten für ein Projekt, bei dem der Antrag ab dem 15.09.2018 in ESF-Bavaria 2014 gestellt wird.

Förderhinweise "Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose"

Pauschalsatz für Restkosten in der Förderaktion 9.1

ESF in Bayern fördert Berufseinstiegsbegleitung an bayerischen Mittel- und Förderschulen

Die Berufseinstiegsbegleitung (BerEB) an bayerischen Mittel- und Förderschulen ist bis 2023 gesichert. Die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer, der bayerische Kultusminister Bernd Sibler und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit Ralf Holtzwart unterzeichneten die Vereinbarung zur Fortsetzung der bisherigen Bundesförderung aus bayerischen Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Die Berufseinstiegsbegleitung verbessert die Ausbildungschancen junger Menschen. Ziel ist die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern beim Übergang von der Mittel- oder Förderschule in eine berufliche Ausbildung. Mit jeweils 35 Millionen Euro aus Mitteln des ESF in Bayern und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit werden etwa 6.800 Schülerinnen und Schüler im Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt. Die Förderung beginnt im Schuljahr 2019/2020 und dauert bis Ende 2023.

Ralf Holtzwart,  Arbeitsministerin Kerstin Schreyer und Kultusminister Bernd Sibler

Ralf Holtzwart (Bundesagentur für Arbeit), Arbeitsministerin Kerstin Schreyer und Kultusminister Bernd Sibler (von links nach rechts) bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Fortsetzung der Berufseinstiegbegleitung am 17. Juli 2018 in München (Quelle: Regionaldirektion Bayern)

Anpassung der Teilnehmenden-Fragebögen

Die sog. Omnibusverordnung (Verordnung (EU, Euratom) Nr. 2018/1046 vom 18. Juli 2018) ist in Kraft getreten. Damit entfällt die Erhebung der „Haushaltsindikatoren“:

  • Teilnehmer, die in Erwerbslosenhaushalten leben
  • Teilnehmer, die in Erwerbslosenhaushalten mit unterhaltsberechtigten Kindern leben
  • Alleinerziehende mit unterhaltsberechtigten Kindern

Wir haben die Teilnehmenden-Fragebögen entsprechend angepasst. Bitte verwenden Sie für neue Teilnehmende die aktuellen Versionen der Teilnehmenden-Fragebögen.

Infoschreiben Projektträger

Änderung des operationellen ESF-Programms in Bayern

Die Europäische Kommission hat die Änderung des operationellen Programms ESF Bayern 2014-2020 genehmigt. Die Änderungen basieren auf der sozio-ökonomischen Entwicklung in Bayern. Insbesondere konnten die hervorragende Arbeitsmarktsituation in Bayern, die veränderten Nachfragen und die Umsetzungskapazitäten berücksichtigt werden.

Was ändert sich?

  • Die Förderung konzentriert sich noch stärker auf Jugendliche als bisher. Mit der neuen Aktion „Berufseinstiegsbegleitung“ (Aktion 1 b) werden junge Menschen ab dem Schuljahr 2019/2020 kontinuierlich und individuell zum Schulabschluss begleitet sowie bis in die Berufsausbildung unterstützt.
  • Weiter werden wegen der gestiegenen Nachfrage die Mittel fühlbar erhöht für
    • die Lehrlingsausbildung im Handwerk (Aktion 8: Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung),
    • die Existenzgründung (Aktion 3: Vorgründercoaching),
    • den Wissenstransfer in die Wirtschaft (Aktion 6: Netzwerktätigkeiten zwischen Hochschulen und Unternehmen) und für
    • die schulischen Maßnahmen (Aktionen 11: Praxisklassen, 12: Berufsintegrationsjahr und 14: Ganztagsbetreuung für Übergangsklassen).
    Die Inhalte aller dieser Aktionen bleiben gleich
  • Aufgrund der niedrigen Langzeitarbeitslosigkeit in Bayern werden die ESF-Mittel in der Prioritätsachse B: Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung verringert.
  • Neu zugeschnittene Maßnahmen für Flüchtlinge in der Aktion 9.3: Integration für ALG-II beziehende Arbeitslose mit Fluchthintergrund sollen die Integrationschancen steigern.
  • In bewährter Art sollen die Aktionen 9.1: Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose und Aktion 10: Bedarfsgemeinschaftscoaching Projekte fördern, die Langzeitarbeitslose und ihre Familien dauerhaft in den Arbeitsmarkt eingliedern.
  • Die Budgets für die Förderung von Ausbildungsstellen (Aktion 1) und die Förderung von Servicestellen für Coaching, Beratung und Qualifizierung von Frauen (Aktion 7) werden an die verringerte Nachfrage angepasst.
  • Die Förderung der Zukunftscoaches (Aktion 5) läuft mangels Nachfrage im August 2018 aus.

Die Förderung des ESF-Programms in Bayern konzentriert sich damit weiterhin auf drei große thematische Ziele.

  • Ziel A: „Beschäftigung fördern“ (Neu: 371,4 Millionen Euro Gesamtkosten; bisher: (314,3 Millionen Euro). Schwerpunkte der Förderung sind die Berufsausbildung, die Berufseinstiegsbegleitung, die dauerhafte Eingliederung von jungen Menschen, die Existenzgründung, die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Anpassungsqualifizierung von Arbeitnehmern sowie der Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft.
  • Ziel B: „Armut bekämpfen“ (85,1 Millionen Euro Gesamtkosten, bisher: 157,2 Millionen Euro): Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit steht im Mittelpunkt der Förderung.
  • Ziel C: „In Bildung investieren“ (115,4 Millionen Euro Gesamtkosten; bisher 100,4 Millionen Euro): Durch geeignete schulische Maßnahmen sollen Differenzen in den Bildungschancen, die aufgrund von sozialen Nachteilen bestehen, verringert werden.

Die Programmänderung tritt mit Wirkung vom 31. Januar 2018 rückwirkend in Kraft.

Bürgerinformation zum neuen Operationellen Programm

Neues Operationelles Programm

Umfangreiche Vereinfachungen bei Aktion 4: „Qualifizierungen von Erwerbstätigen“

Die Förderung der Aktion 4: „Qualifizierungen von Erwerbstätigen“ wird wesentlich optimiert, um attraktivere Förderbedingungen und weit reichende Vereinfachungen zu schaffen. Die Anpassungen tragen dazu bei, die Umsetzung des Programms zu beschleunigen und die Partnerschaft mit den Zuwendungsempfängern zu verbessern.

Folgende Neuerungen gelten ab 15.05.2018:

  • Neue Finanzierungsmethode: bei Maßnahmen für Beschäftigte von mindestens zwei Unternehmen erhöhen sich die ESF-Mittel auf bis zu 75% der förderfähigen Gesamtkosten. Es werden 10% Eigenanteil als Finanzierungsbestandteil erhoben. Der Rest der Gesamtkosten (in der Regel 15%) ist in Form von Teilnehmergebühren zu finanzieren.
  • Folgende Pauschalen bzw. Kostenbestandteile kommen in Zukunft bei der Förderaktion 4 zur Anwendung:
    • Eigenpersonal wird über die Pauschale 1.720 bei der Kostenposition 1.1 angesetzt,
    • Honorarkosten werden weiterhin als Vertragsleistung bei Kostenposition 1.2 angesetzt,
    • sämtliche Restkosten werden durch eine Pauschale von 40% der direkten Personalkosten (Eigenpersonal und Fremdpersonal) abgerechnet.
  • Für die Restkosten ist keine Beweis- und Belegführung erforderlich.
  • Lohnfortzahlung als Kosten- oder Finanzierungsbestandteil ist ab dem 15.05.2018 weder erforderlich noch zulässig.
  • Durch die Pauschalierung wird die Bewilligungs- und Abrechnungsbearbeitung deutlich verkürzt.

Die Förderhinweise der Aktion 4 neu gelten für ein Projekt, bei dem der Antrag ab dem 15.05.2018 in ESF-Bavaria 2014 gestellt wird.

Förderhinweise "Qualifizierung von Erwerbstätigen"

Pauschalsatz für Restkosten in der Förderaktion 4.1

Erhöhung der Kofinanzierungs-Pauschalen in den Aktionen 9.1 und 9.3

Mit der Erhöhung der Regelsätze im SGB II zum 01.01.2018 und der Erhebung des durchschnittlichen Arbeitslosengeldes I in Bayern 2017 (Ende März 2018) wurden auch die Kofinanzierungs-Pauschalen für die Aktionen 9.1 (Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit) und 9.3 (Integration von Arbeitslosen mit Fluchthintergrund ) angepasst. Die monatliche Pauschale für das Arbeitslosengeld II (ALG II), inklusive der Leistungen für Sozialversicherung beträgt nun 470,07 €. Die monatliche Pauschale für das Arbeitslosengeld I (ALG I) beträgt nun 988,99 €.

Beide Pauschalen gelten für alle laufenden Vorhaben ab dem 01.04.2018. Details zur Herleitung und Zusammensetzung der Pauschalen finden Sie hier.

ESF-Projektträger erhält Auszeichnung für Gleichberechtigung

Der ESF-Projektträger avanta München e.V. wurde mit dem „Anita Augspurger Preis 2017“ der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Der Preis wurde für vorbildliche Beiträge zur Förderung der Gleichberechtigung vor 450 Gästen verliehen.
avanta München e.V. begleitet, berät, beschäftigt und qualifiziert Frauen auf ihrem Weg zurück ins Arbeitsleben seit 1994. Oft sind das Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund oder Frauen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Als Dienstleister beschäftigt avanta lettershop 40 Frauen.
avanta München e.V. führt zusätzlich Qualifizierungsmaßnahmen für langzeitarbeitslose Frauen im Bereich Büro- und Officemanagement durch („avanta steps“). Diese ESF-geförderten Projekte erzielen hervorragende Ergebnisse für die Teilnehmenden und für ihre Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Etwa 80% der Teilnehmenden von avanta Steps erlangen nach Beendigung der Bildungsmaßnahme anerkannte Zertifikate. Mit dem Europäischen Computerführerschein, dem European Communication Certificate für Sozialkompetenzen sowie den IHK-zertifizierten Qualifizierungsbausteinen für Büromanagement können sie am Arbeitsmarkt überzeugen.
Seit 2009 wurden 13 Projekte mit 4,4 Mio. Euro Gesamtkosten, davon 2,1 Mio. Euro ESF-Mittel umgesetzt. Im April 2018 startet ein weiteres ESF-gefördertes steps-Projekt in München.

Neue Förderhinweise für die Integration von Arbeitslosen mit Fluchthintergrund

Neue Förderhinweise für die Aktion 9.3 „Integration für SGB-II beziehende Arbeitslose mit Fluchthintergrund“ treten am 5.3.2018 in Kraft. Die Projekte werden spezifische Ansätze zur Ersteingliederung von Menschen mit Fluchthintergrund in den ersten Arbeitsmarkt anbieten. Die Maßnahmen sollen aus drei Komponenten bestehen: Aktivierung, Betreuungsmaßnahmen und berufliche Qualifizierung. Sie können in geeigneten Fällen mit Sprachtraining Deutsch ergänzt werden. Teilnehmende können erwerbsfähige, erwachsene ALG-II Bezieherinnen und Bezieher mit Fluchthintergrund sein, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und einen gesicherten Aufenthaltsstatus (Anerkennung) in Deutschland haben.

Mehr Informationen finden Sie in den
Förderhinweisen der Förderaktion 9.3.
Arbeitsmarktliche Stellungnahme Förderaktion 9.3

Belegersetzendes Scannen

Dokumente im Zusammenhang mit der ESF-Förderung können künftig auch elektronisch archiviert werden. Betroffen sind Zuwendungsempfänger, die belegersetzend scannen (d.h. Dokumente, die im Original in Papierform vorliegen, nach dem Einscannen vernichten). Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, beachten Sie bitte die Informationen dazu und übersenden Sie der ESF-Verwaltungsbehörde die Bestätigung zur Umsetzung von belegersetzendem Scannen.

Zusätzliche Informationen

ESF-Aktionstage in Nürnberg

Jubilaeum

Arbeitswelt 4.0

Arbeitswelt40

Bekämpfung der Armut und soziale Eingliederung

Kontakt

ESF Verwaltungs­behörde in Bayern
Winzererstraße 9
80797 München
Tel. 089 1261-01

Ansprech­partner

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